Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

Erste Neujahrsansprache des Papstes Leo XIV.

Die Spannung war groß, als Papst Leo XIV. die erste Neujahrsansprache vor den beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschaftern hielt.Was Leo XIV. ihnen vortrug, war eine lange Grundsatzrede zu außenpolitischen, sozialen und ethischen Themen, die es in sich hatte. Sie enthielt mit Blick auf die Politik der USA vieles, was als Kritik an der derzeitigen Regierung in Washington verstanden werden konnte. So war er eindeutig in seiner Aufforderung zur Solidarität mit Migranten, die aus Notlagen ihre Heimat verlassen und Schutz in reicheren Ländern suchen.

Kirche darf zu Machtmissbrauch nicht schweigen

Christinnen und Christen dürften angesichts einer Instrumentalisierung des Christentums zur Legitimation von Macht, Gewalt und Ausgrenzung nicht länger schweigen: Das hat die Innsbrucker Theologin Michaela Quast-Neulinger bei der Österreichischen Pastoraltagung in Salzburg betont. Nötig sei eine theologische Selbstkritik der Kirche sowie eine politische Theologie, die Verwundbarkeit als Grundlage von Empathie, Solidarität und demokratischer Verantwortung verstehe. Denn: Glaube impliziere immer auch Weltgestaltung und sei politisch, „weil Glaubende nach einer Veränderung der Welt hin zum Guten streben“.

Heimat muss offen für Neuankömmlinge sein

Der deutsche Kardinal Reinhard Marx warnt davor, Heimat als abgeschlossen und unveränderlich zu sehen. „Alles soll so bleiben, wie es ist, und niemand Neues soll dazukommen? Das ist nicht Heimat, von der die Bibel spricht, sondern eine Ideologie, die sich um sich selbst dreht und die Herausforderungen der Wirklichkeit nicht wahrnehmen will“.

Für Missbrauchsprävention Ende des Zölibats erwägenswert

Nach Ansicht der neuen Unabhängige Opferschutzanwältin Caroline List, Österreich, sollte die katholische Kirche ein Ende des Zölibats zumindest in Erwägung ziehen. Viele der des Missbrauchs Beschuldigten seien Ordensleute oder Priester, sagte die Vorsitzende der Unabhängigen Opferschutzkommission für minderjährige Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche in Österreich.

Kirche muss lernfähig und wandelbar bleiben

Die katholische Kirche muss nach den Worten von Erzbischof Franz Lackner lernfähig und wandelbar bleiben, um den christlichen Glauben in der jeweiligen Zeit zu vergegenwärtigen. Die Kirche könne „Jesus nicht eins zu eins übersetzen“, sie müsse immer um ein bestmögliches „Aggiornamento“ („Verheutigung“ im Sinn des Konzils) ringen. Es brauche immer eine „Übersetzung in die Welt hinein“.