„Hochnervöse Gesellschaft“ braucht den freien Sonntag

Eine Lanze für den arbeitsfreien Sonntag haben der Tiroler Bischof Hermann Glettler und weitere führende Vertreter der christlichen Kirchen beim diesjährigen Ökumenischen Pfingstempfang in Innsbruck gebrochen. Die Sorge um den Sonntag sei ein Thema, „an dem sich die Zukunft unserer hochnervösen Gesellschaft mitentscheidet“, sagte Glettler bei der Festveranstaltung im Innsbrucker „Haus der Begegnung“. Ohne den Sonntag „als verlässliche Auszeit innerhalb eines immer mehr auf Optimierung getrimmten Lebens, werden wir den Sinn unseres Menschseins verfehlen“, mahnte der Bischof. Den freien Sonntag bezeichnete Glettler als „Weltkulturerbe der jüdisch-christlichen Tradition“, das unbedingt geschützt und in seiner Bedeutung heute wieder erschlossen werden müsse.

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