Archiv für den Autor: Georg Kopetzky

Amazonas-Synode: Zulehner erwartet große Weichenstellungen

Der Wiener Theologe Paul Zulehner rechnet damit, dass die Amazonas-Synode im Oktober in Rom die Weichen in Richtung Öffnung der kirchlichen Ämter für bewährte Verheiratete und Frauen stellen wird. Entscheidend für eine wirkliche Reform der Kirche sei deren Zukunftsfähigkeit, die sich im Aufbau lebendiger Gemeinden zeigen müsse, und in denen die Feier der Eucharistie immer auch auf die Wandlung der Welt abzielt. Erst danach stelle sich die Frage, welche Personen mit Verantwortung in solchen Gemeinden betraut werden.

(Auszug aus kathpress)

Kirche entfremdet sich von den Menschen

Ein neues Verhältnis zwischen Geistlichen und Laien in der katholischen Kirche fordert der deutsche Soziologe Franz-Xaver Kaufmann (87). Über Jahrhunderte habe die Kirche auf klerikale Hierarchien gesetzt und sich damit der Moderne entfremdet. Jetzt entfremde sie sich auch zunehmend ihren Gläubigen. Der sexuelle Missbrauch und seine “lang anhaltende und systematische Vertuschung” wirkten wie Brandbeschleuniger. Der Klerikalismus sei ein Haupthindernis für jegliche Kirchenreform.

(Auszug aus kathpress)

Gläubige Christen tendenziell glücklicher

Menschen brauchen nach den Worten des Soziologen Hartmut Rosa einen lebendigen Austausch mit der Welt. “Es geht um eine Haltung des Hörens und Antwortens. Beide Seiten berühren sich, und es gibt die Chance auf eine Veränderung auf beiden Seiten”. Religion sei eine “besonders resonanzfördernde Beziehung”. Darin liege auch der Grund, warum gläubige Christen tendenziell glücklicher seien. Sie hätten ein Gespür dafür, “dass ich mit etwas Größerem verbunden bin. Etwas, das mich hört und mich meint.”

(Auszug aus kathpress)

Russische Kirche startet Debatte über Lebensrecht der Ungeborenen

Das russisch-orthodoxe Moskauer Patriarchat hat eine breit gestreute gesellschaftspolitische Diskussion über das Lebensrecht der Ungeborenen gestartet. Dazu hat die Kirche den Entwurf eines neuen Dokuments über die “Unverletzlichkeit des Lebens von der Empfängnis an” öffentlich zur Diskussion gestellt. Die Autoren des Dokuments halten darin fest, dass auch ein Embryo ein “menschliches Wesen” ist und daher ein “Recht auf Leben” hat.

(Auszug aus kathpress)

Papst verurteilt Ukraine-Krieg einen Tag nach Putin-Besuch

Einen Tag nach Wladimir Putins Besuch im Vatikan hat Papst Franziskus ukrainische Bischöfe empfangen und den Konflikt in ihrem Heimatland beklagt. Franziskus sprach von einer “hybriden” Kriegsführung, deren Drahtzieher sich tarnten und die von “propagandistischen Fälschungen und Manipulationen” geprägt sei, “auch von dem Versuch, den religiösen Aspekt hineinzuziehen”.

(Auszug aus kathpress)

Deutschland: Bischöfe und Laien haben Fahrplan für Reformdialog

Bischöfe und Laien haben sich auf weitere Schritte für einen Dialog zu Reformen in der katholischen Kirche in Deutschland verständigt. Nach Möglichkeit wolle man zum Ersten Advent Anfang Dezember ein erstes Signal für den Start des “synodalen Weges” geben. Das eigentliche Auftakttreffen könne dann im Frühjahr 2020 stattfinden.

(Auszug aus kathpress)

Unierte in Ukraine nicht “Stolperstein” der Ökumene

Die ökumenische Berufung der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche hat deren Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk nach der zweitägigen Begegnung mit Papst Franziskus und den Spitzen der römischen Kurie im Vatikan betont. “Wir sind seit 30 Jahren frei und haben eine ökumenische Wandlung erlebt”. Als der Eiserne Vorhang zusammengebrochen sei, “konnte die griechisch-katholische Kirche aus den Katakomben steigen und den Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils leben, vor allem dessen ökumenischen Geist”.

(Auszug aus kathpress)