| Religion in Europa |
| Die klassische Säkularisierungsthese greife zu
kurz, so der deutsche Historiker Paul
Nolte, zu rechnen sei dagegen mit einem Fortbestehen der
Religion in Europa. Mehr noch brauche Europa die Religion geradezu,
so Nolte, und zwar als "zivilgesellschaftliche Ressource", als
"Werte-Ressource" und demokratisches Korrektiv.
Religionsproduktiv wirke etwa eine zunehmende gesellschaftliche
Unsicherheit: "Risikogesellschaften generieren einen erhöhten
Religionsbedarf als Antwort auf Unsicherheiten". Darüber
hinaus sei Religion aber auch eine wichtige "zivilgesellschaftliche
Ressource", insofern Religionen - dabei vor allem das Christentum -
bis heute "wichtige Triebkräfte für soziale Veränderungen" und damit
"Motor der Bürgergesellschaft" seien. Nirgends gebe es etwa eine so
hohe Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement wie bei Mitgliedern
von Religionsgemeinschaften.
(Auszug aus kathpress) |
| Datum: 04-02-2012 19:13:00 |
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