Sündenfixiertheit hat das Christentum viel gekostet

Für eine christliche Theologie und ein Menschenbild, das jedem Würde zuspricht statt auf Schuld pocht, hat sich die Tübinger Theologin Johanna Rahner  ausgesprochen. “Die Sündenfixiertheit des Erlösungsgedankens hat das Christentum viel gekostet”. “Muss man den Menschen das Leben erst mies machen, um von Heil und Erlösung sprechen zu können?”

Die systematische Theologin plädierte für die Glaubensüberzeugung “Gott ist Mensch geworden” als entscheidende Heilsmetapher. Eine Theologie der Inkarnation beruhe auf der Wahrheit, “dass sich das Göttliche im Menschlichen zeigt, dass dieses Leben hier und jetzt eine göttliche Würde hat” und bedeute Freude am “Menschseindürfen”.

(Auszug aus kathpress)

Jesuit fordert mehr Spiritualität jenseits von Ethik und Moral

Den Weg durch konsequente spirituelle Praxis zum eigenen Selbst zu gehen ist ein “Gebot der Stunde” und wirkt sich auch auf den sozialen und politischen Bereich aus.  Die Kirche selbst habe hier Aufholbedarf, sei doch Spiritualität gegenüber der ethisch-moralischen Ebene “etwas unterbelichtet”, sagte der Exerzitienleiter, Psychotherapeut und Ordensmann. Anstöße zu liefern dafür, “das zu werden, was ich eigentlich bin” bzw. von Gott gemeint bin, halte er jedoch gerade in der heutigen Krisenzeit für eine Kernaufgabe der Kirche. Er selbst habe durch seinen “Lehrmeister” Jesus Anstöße bekommen zu erkennen, “wer Gott ist und wer ich bin”, erklärte Bürgler. Faszination für Jesus entstehe auf sehr unterschiedliche Weise, wisse er aus Begegnungen mit vielen Menschen, manchmal laut, manchmal leise, in der Natur, in Glücksmomenten oder auch in Krisensituationen. Um nachhaltig wirksam zu bleiben, müsse diese Faszination aber in eine gepflegte Beziehung münden.

(Auszug aus kathpress)

Orban beriet mit syrischem Patriarchen Christen-Sicherheit

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat am Mittwoch in Budapest mit dem Oberhaupt der syrisch-katholischen Kirche, Patriarch Mar Ignatius Joseph III. Younan, über die Chancen einer Sicherheitszone für Christen in dem vom sogenannten Islamischen Staat (IS) befreiten Gebiet beraten. Younan befindet sich auf Einladung Orbans zu einem mehrtägigen Besuch in Ungarn und beriet auch mit Staatsekretär Tamas Török, der das neu errichtete Staatssekretariat zur Unterstützung verfolgter Christen leitet.

(Auszug aus kathpress)

 

Hört auf die Jugend!

Eine Verjüngungskur nach Art des Papstes: Erstmals wendet sich der Vatikan mit einer weltweiten Umfrage direkt an junge Menschen jeglichen Glaubens, um zu erfahren, was sie hoffen und fürchten, was sie von Kirche und Gesellschaft erwarten. Das Meinungsbild in Vorbereitung einer Bischofssynode zum Thema Jugend ist eine Neuheit in der 50-jährigen Synodengeschichte und in der Kirchengeschichte überhaupt. Franziskus will nichts weniger als dies: mehr Mitsprache von jungen Menschen.

(Auszug aus kathpress)