Serbien: Kontroverse um Kirchenführer der Jahre 1930 bis 1950

Die katholische Minderheitskirche in Serbien bemüht sich weiter um Verbesserung des Verhältnisses zur orthodoxen Kirche, doch ist zuletzt eine Kontroverse um die historische Beurteilung der zwei religiösen Führungspersönlichkeiten der Region in den Jahren 1930 bis 1950 entstanden: Kardinal Alojzije Stepinac (1898-1960), er ist ein Seliger der katholischen Kirche, und der orthodoxe Bischof Nikolaj Velimirovic (1881-1956), ein Heiliger der Orthodoxie. Der amtierende Belgrader katholische Erzbischof Stanislav Hocevar wies auf Parallelen in den Biografien und Historiographien hin und löste damit einen Sturm der Entrüstung im Belgrader orthodoxen Patriarchat aus. Denn für dieses ist das Leben Velimirovic’ unangreifbar, Stepinac hingegen gilt als Ustascha-Kollaborateur.

(Auszug aus kathpress)

Ukrainekonflikt: Patriarch Bartholomaios bleibt zurückhaltend

Der Kiewer Parlamentspräsident Andrij Parubij hat am 19. November bei Patriarch Bartholomaios I. im Phanar in Sachen ukrainische Autokephalie vorgesprochen. Gegenstand ihrer zweistündigen Aussprache war die Schaffung einer geeinten und eigenständigen, von Moskau unabhängigen orthodoxen Kirche der Ukraine und ihre Gründung durch einen “Tomos” (Bulle) des Ökumenischen Patriarchen.
Wie Parubij danach erklärte, “sind die Beziehungen zwischen Kiew und dem Ökumenischen Patriarchat der Gründung einer Autokephalen Ukrainischen Orthodoxen Kirche nähergekommen”. Er habe zu diesem Zweck Bartholomaios I. in die Ukraine eingeladen.

(Auszug aus kathpress)

Orthodoxer Streit um Relevanz des Kreta-Konzils verschärft sich

Für Wirbel innerhalb der Weltorthodoxie sorgt die Pressekonferenz des Moskauer Patriarchen Kyrill I. Das Zentralthema des Journalistengesprächs war das Panorthodoxe Konzil in Kolymbari/Kreta von Juni 2016, an dem die russisch-orthodoxe Kirche allerdings nicht teilnahm und dessen gesamtkirchliche Relevanz Kyrill deshalb abstritt. Der Patriarch begründete sein Fernbleiben mit Dissens verschiedener Nationalkirchen – u.a. Georgien, Bulgarien, Serbien – im Vorfeld und dem Fehlen von Einstimmigkeit.

(Auszug aus kathpress)

Russland will orthodoxen Religionsunterricht ausbauen

Russlands Regierung will Medienberichten zufolge den orthodoxen Religionsunterricht an Schulen stark ausbauen. Wie die Tageszeitung “Kommersant” (Dienstag) berichtet, plant das Bildungsministerium, das bislang auf die vierte Klasse beschränkte Wahlfach “Grundlagen der orthodoxen Kultur” künftig von der ersten Klasse bis zur Matura anzubieten. Ein entsprechendes Konzept werde derzeit erarbeitet.

(Auszug aus kathpress)

Papst hofft auf Eucharistiegemeinschaft mit Orthodoxie

Papst Franziskus hat dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., zum Andreasfest gratuliert. In seiner Botschaft, die im Istanbuler Phanar von Ökumenerats-Präsident Kardinal Kurt Koch verlesen wurde, bezeichnete Franziskus die gegenseitigen Besuche von Delegationen zu den Patronatsfesten als “sichtbares Zeichen der tiefgehenden Verbindung” die beide bereits vereine. Beide Seiten drückten so ihren Willen nach einer noch tiefergehenden Gemeinschaft aus. “So Gott will” werde auch der Tag kommen, an dem “die Liebe zueinander auch im Teilen einer gemeinsamen Eucharistie” bezeugt werden könne.

(Auszug aus kathpress)