Papst berät sich mit Laienrats-Präsident Kardinal Rylko

Papst Franziskus hat den polnischen Kurienkardinal Stanislaw Rylko in Audienz empfangen.  Als Präsident des Päpstlichen Rats für die Laien war Rylko für die Organisation des Weltjugendtags in Krakau verantwortlich. Seit längerem wird spekuliert, dass der 71-jährige Rylko den sechs Jahre älteren Kardinal Stanislaw Dziwisz auf dem Erzbischofssitz von Krakau ablösen könnte. Der von Rylko geleitete Laienrat soll im September mit dem Päpstlichen Rat für die Familie zusammengelegt werden.

(Auszug aus kathpress)

Russische Antiterrorgesetze betreffen auch Evangelikale

Aufgrund neuer Anti-Terror-Gesetze dürfen in Russland keine Gottesdienste mehr in Wohnungen oder Büros gefeiert werden, sondern nur noch in “religiösen Gebäuden”.  Die evangelikalen Gemeinden in Russland wollen allerdings trotz der umstrittenen neuen Anti-Terror-Gesetze auch weiterhin öffentlich über ihren Glauben sprechen und so dem Missionsbefehl im Matthäusevagelium (Kap.28)  nachkommen. Die von Präsident Wladimir Putin unterzeichneten Gesetze sehen härtere Strafen für Aufrufe zu Terrorismus und Extremismus vor. Bestimmte Regelungen betreffen aber auch Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften ganz unmittelbar. Mission ist sowohl auf der Straße als auch in Wohnungen verboten.

(Auszug aus kathpress)

Patriarch Irinej: Serben und Kroaten sollen nicht Hass säen

Der serbisch-Patriarch Irinej hat  bei einer Gedenkfeier in Zemun gefordert, dass Serben und Kroaten statt Hass zu säen Frieden, Liebe und Toleranz aufbauen sollten.  Der Gottesdienst fand aus Anlass des 21. Jahrestags der kroatischen “Oluja”-Militäroperation zur Rückeroberung der von serbischen Sezessionisten regierten Krajina statt.

(Auszug aus kathpress)

Marx: Europa braucht “Synthese aus Religion, Vernunft und Gefühl”

Für eine “neue Synthese aus Religion, Vernunft und Gefühl” angesichts eines europäischen “Epochenwandels” hat sich der Erzbischof von München, Kardinal Reinhard Marx, bei einem Vortrag in Salzburg ausgesprochen. Die gegenwärtige europäische Krisensituation stelle Gesellschaft, Politik sowie die Kirchen vor die große Herausforderung, nach neuen Begründungsmustern für eine “Zivilisation der verantwortungsvollen Freiheit” zu suchen. Dieses seit dem Ende des Kommunismus etablierte europäische Selbstverständnis habe “keine Bestandsgarantie” und fordere heute eine Weiterentwicklung – mutig nach vorne blickend, ohne restaurative Tendenzen, so Marx. Dazu könne auch der christliche Glaube und seine eng mit der europäischen Freiheitsgeschichte verwobene Tradition einen wichtigen Beitrag leisten.

(Auszug aus kathpress)

Politische Orthodoxie heute Staatsideologie Russlands

Eine “politische Orthodoxie” ist nach Einschätzung des Oldenburger evangelischen Religionspädagogen Joachim Willems die “neue Ideologie des russischen Staates”. Diese sei weitgehend säkularisiert. Davon profitierten sowohl Staat als auch Kirche. So sei die orthodoxe Kirche zu einer “maßgeblichen Institution russischer Identitätsbildung” geworden, schreibt der Wissenschaftler. Sie erhalte enteignete Gotteshäuser zurück, Religionsunterricht sei wieder ein Wahlpflichtfach, die Kirche erhalte Raum in den staatlichen Medien. Ihre öffentliche Stimme benutze sie wiederum, “um die politische Führung zu unterstützen, Patriotismus zu predigen und Proteste gegen Wahlfälschungen, Korruption und andere Missstände zu diskreditieren”.

(Auszug aus kathpress)

Weiter Konflikt zwischen Konstantinopel und Moskau wegen Ukraine

Im Schlagabtausch zwischen den Patriarchaten von Konstantinopel und Moskau um die kirchliche Zukunft der Ukraine hat sich erneut der Sprecher von Patriarch Bartholomaios I., Erzbischof Job Getcha, zu Wort gemeldet.  Das Ökumenische Patriarchat beabsichtige nicht, eine eigene Jurisdiktion in der Ukraine – wie bereits unter den Auslandsukrainern – zu errichten. Eine eigene Jurisdiktion in der Ukraine würde den Spaltungen in der ukrainischen Orthodoxie nur eine weitere hinzufügen, so Erzbischof Job. “Einzige Ziele von Konstantinopel sind kirchlicher Frieden und Einheit in der Ukraine.” Bartholomaios sei bereit, die ukrainische Kirchenspaltung zu heilen, wie er das zuvor in Tschechien und der Slowakei getan habe.

(Auszug aus kathpress)