Bischöfe Sloweniens im Gespräch

Die katholischen Bischöfe in Slowenien sind mit Regierungschef Robert Golob zu einem Meinungsaustausch über aktuelle Themen zusammengekommen. Neben den Staat-Kirche-Beziehungen und Initiativen für den Frieden auf dem Balkan sei bei dem Termin über das bevorstehende 30-Jahr-Jubiläum der Slowenischen Bischofskonferenz gesprochen worden.

„Gewohnheitschristentum“ gehört der Vergangenheit an

.Ein „Gewohnheits- oder Brauchtumschristentum“, wie es vor Corona noch beobachtbar war, gehört der Vergangenheit an.  Das hat der Wiener Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner  betont. Entsprechend dürfte die Zahl der Kirchenmitglieder in den kommenden Jahren weiter abnehmen.  War Religion früher „Schicksal“, so sei sie jetzt „Entscheidung“. Deshalb müsse Religion heute Anziehungskraft haben, um angenommen zu werden.

Wie als Kirche präsent sein in Zeit der Differenz?

Ein tief greifender Mentalitätswandel seit den 1960er-Jahren, der mit der Betonung von Verschiedenheit und Individualität allen Formen von Gemeinschaft zu schaffen mache, stellt auch die Kirche vor große Herausforderungen. Wie die in Linz lehrende Fundamentaltheologin Isabella Guanzini  im Eröffnungsvortrag der Österreichischen Pastoraltagung unter dem Titel „Geistesgegenwart“ ausführte, gelte es Abschied von Attributen wie „urteilend“, „klerikal“, „patriarchalisch“ und „ideologisch“ zu nehmen. Stattdessen solle man für heutige Zeitgenossinnen und -genossen als Verschiedenheit präsent sein, und zwar „annehmend“, „mütterlich“, „freundlich“, „festlich“ und damit „einladend“.

Kurienkardinal Grech beklagt Widerstand gegen Weltsynode

Der im Vatikan für die Synoden zuständige Kurienkardinal Mario Grech hat berichtet, dass es in der Kirche Widerstand gegen den laufende weltweite Synodalen Prozess in der katholischen Kirche gebe. Es gebe Leute, „die diese Synode offen bekämpfen“.
Grech betonte, es gebe ein breites Spektrum von Reaktionen in der Kirche. Es reiche „von denen, die diese synodale Herausforderung wirklich angenommen haben, bis hin zu solchen, die sie offen bekämpfen.“ Weiter führte der Kardinal aus, dass anfangs vor allem Bischöfe dagegen gewesen seien, weil sie befürchteten, dass die Beteiligung des Volkes Gottes zu einer Art Demokratisierung der Kirche führen würde.